02.03.2026
Jedes Date eine Chance: Speeddating mit dem Handwerk an der Erich Kästner-Schule
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und die Erich Kästner-Schule IGS in Darmstadt-Kranichstein bringen den Nachwuchs und das Handwerk zusammen: Beim Speeddating an der Schule trafen heute etwa 20 Schülerinnen und Schüler auf Betriebe aus der Region, die eine Ausbildung im Handwerk anbieten. In kurzen Gesprächen merkten beide Seiten schnell, ob sie den nächsten Schritt gehen möchten: beim Praktikum gemeinsam ausprobieren, ob es wirklich passt.
© HWK Frankfurt-Rhein-Main
(Darmstadt, 27. Februar 2026) „Ich finde so ein Speeddating gut, weil man sich hier austauschen und Betriebe aus der Gegend kennenlernen kann“, sagt Adam, 16 Jahre alt. Er hatte gleich vier Gespräche an diesem Tag. Mit an die Gesprächstische brachte er seine beiden letzten Zeugnisse und einen Lebenslauf.
Die anwesenden Betriebe bieten unter anderem Ausbildungen als Gerüstbauer, Zahntechniker, Maler, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder Installateur- und Heizungsbauer an. „Nicht immer kennen unsere Schülerinnen und Schüler die Handwerksberufe oder haben eine Vorstellung, welche Tätigkeiten sich dahinter verbergen“, so Matthias Drexler. Er arbeitet als UBUS-Fachkraft an der Erich Kästner-Schule und unterstützt die Jugendlichen bei den Arbeitslehre-Kursen sowie in der beruflichen Orientierung. „UBUS“ steht für „Unterrichtsbegleitende Unterstützung durch Sozialpädagogische Fachkräfte“. „Beim Speeddating können die Jugendlichen mehr über Handwerksberufe erfahren, direkt mit Führungskräften sprechen und sich darin üben, die eigenen Kompetenzen darzustellen“, erklärt Matthias Drexler. Kathrin Wandner, Beraterin in der Passgenauen Besetzung der Handwerkskammer, sieht auch klar die Vorteile für die Betriebe: „Sie müssen ein bisschen Zeit mitbringen, aber es lohnt sich! Das ist unser viertes Speeddating an der Erich Kästner-Schule und die Rückmeldungen der Handwerksbetriebe sind positiv – viele von ihnen haben hier schon ihre nächsten Azubis gefunden. Im Gespräch merkt man ja schnell, obs passt; das ist gerade im Handwerk mit seinen familiären Strukturen wichtig.“
Der Handwerksbetrieb Elektro-Adelmann aus Darmstadt zum Beispiel hat schon einige Male beim Speed-Dating an der Erich Kästner-Schule teilgenommen und dabei schon einige zukünftige Azubis entdeckt. „Ausbildung ist für uns ein ganz wichtiges Thema, wir haben in der Regel etwa 15 Azubis im Team und viele von ihnen sind als Gesellen bei uns geblieben. Beim Speed-Dating ist auch immer einer unserer aktuellen Azubis dabei und erzählt vom Betriebsalltag – das kommt bei den Schülern gut an“, so Geschäftsführerin Kerstin Kranich.
Dr. Dominik Dilcher, Schulleiter der Erich Kästner-Schule, unterstützt das Speeddating als einen Baustein der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler: „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist das Speeddating eine gute Chance, ohne große Hürden und im gewohnten Schulumfeld mit einem potenziellen Ausbildungsbetrieb in Kontakt zu kommen. Das gibt Mut für den nächsten Schritt ins echte Arbeitsleben: das Praktikum.“
Das Programm „Unterstützung von Unternehmen bei der passgenauen
Besetzung von Ausbildungsplätzen mit Jugendlichen aus dem Inland,
aus dem Ausland oder mit Fluchthintergrund“ (Passgenaue Besetzung
und Willkommenslotsen) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Über die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist als Körperschaft öffentlichen Rechts erste Ansprechpartnerin für mehr als 33.000 Handwerksbetriebe mit rund 160.000 Beschäftigten und rund 9.000 Auszubildenden in der Metropolregion Rhein-Main (Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus, Groß-Gerau, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwald sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach). Als „Wirtschaftsmacht von Nebenan“ generierten die Mitgliedsbetriebe der Kammer einen Umsatz in Höhe von 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Zu den Kernaufgaben der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zählen neben Aspekten der hoheitlichen Selbstverwaltung des Handwerks - wie etwa Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle - auch berufliche Bildungsangebote, Nachwuchskräfteförderung und vielfältige Beratungsangebote für Betriebsinhaber, wie beispielsweise zu Themen der Betriebsübergabe an nachfolgende Generationen. Als Botschafter des Handwerks zählt auch die Interessensvertretung auf regionaler, Bundes- sowie EU-Ebene zu den Aufgaben der Handwerkskammer. www.handwerkskammer-rhein-main.de